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wurde als Mystiker, vor allem als
Verfasser eines "Speculum humanae salvationis" (entstanden um 1324) und der "Vita
Christi" (abgeschlossen 1360) bekannt.
Ludolf
von Sachsen (Liudolf, Landulfus, Ludoldus, Rudolf; L. Alemannus, L. Cartusianus)
wurde etwa um 1300 geboren und ist am 10.April 1378 in Straßburg verstorben.
Über Herkunft und Lebensumstände ist nur wenig bekannt.
Im Alter von etwa 15 Jahren trat Ludolf von Sachsen
in den Dominikanerorden ein. Er war 25 Jahre lang Dominikaner und hatte in Theologie
promoviert, bevor er 1340 in die neu eingerichtete Kartause in Straßburg eintrat.
Von 1343 bis 1348 war er Prior der Kartause in Koblenz.
1348 trat er aus unbekannten Gründen
von seinem Amt zurück und ging als einfacher Mönch in die Kartause von Mainz.
Die "Vita", auch als "Summa Evangelica"
bekannt, basiert auf einer Vielfalt von Quellen patristischer, antiker und zeitgenössischer
Art und stellt das gesamte Jesuanische Heilsmysterium, sowie eine Evangeliensynopse
dar.
Der bebilderte Heilsspiegel "Speculum
humanae salvationis" umfasst 45 Kapitel mit 192 Bildern in 5122 Zeilen. Im Speculum
werden die engen Beziehungen zwischen Neuem und Altem Testament sichtbar gemacht.
Vier in Wort und Bild vorgestellte Episoden werden zu einer Typenreihe zusammengefaßt,
dabei werden Neutestamentliche christologische Ereignisse alttestamentlichen Ereignissen
typologisch zugeordnet. Das dem neutestamentlichen Kanon entnommene Heilsereignis,
der sogenannte Antitypus, der die Typenreihe eröffnet und gleichsam das Thema vorgibt,
wird von drei darauf vorausdeutenden Szenen aus dem Alten Testament begleitet.
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Quellen:
Texte:
1. Biographisch-Bibliographisches Kirchenlexikon, Band V (1993)
Spalten 312-314 Autor: Hans-Josef Olszewsky, Verlag Traugott Bautz;
2. Mittelalter Lexikon,
der freien Wissensdatenbank,
www.mittelalter-lexikon.de,
2007;
Grafik:
Ludolf, von Sachsen, (O.Cart.), ca. 1300-1377 ó 78,
La tercera parte del Vita Christi Cartuxano Sevilla . 1551 . A Res. 61/3/11(1),
2007
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