Arnau(russisch: Marjino, Kr. Samland). Am rechten Pregelufer 10
km oberhalb von Königsberg auf zwei Hügeln gelegen, wird Arnau 1304 zuerst erwähnt,
1322 als festes Haus des Deutschen Ordens. Von diesem ist nichts erhalten.
Die gleichzeitig erwähnte
Kirche war der Hl. Katharina
geweiht und eine von den schönsten Dorfkirchen der Ordenszeit.
1349–1636 gehörte
sie dem Nonnenkloster bzw. dessen Nachfolger, dem Großen Hospital in Königsberg-Löbenicht.
Das
Gut Arnau besaß von
1827 bis zu seinem Tode der
Staatsminister und Oberpräsident
Theodor v. Schön, der den Park anlegte. Er ist
auf dem Dorffriedhof begraben.
Bis 1945 lebten etwa 280 Seelen in Arnau.
Heute kann man kaum mehr als zwölf der ehemaligen Gebäude zählen. Eine zweispurige
Schnellstraße wurde mitten durch das Dorf gelegt, und die ehemalige Sowchose "Rodniki"
schiebt sich entlang der alten Kastanienallee zwischen den ehemaligen Dorfkern und
das Herrenhaus Preußisch-Arnau.
Quellen: 1. Archivmaterial; 2: Handbuch der historischen Stätten Ost- und Westpreußen,
Kröner Verlag, 1966-1981, Seite 5-6
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