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... entstand der Heilsspiegelzyklus in der Zeit zwischen 1360 und 1375.
Die Darstellung des Heilsspiegels in Wandmalereien ist selten. Eine der schönsten
mittelalterlichen Darstellungen und zudem ein europäisches Unikat sind die
Heilsspiegelwandmalereien in der früheren gotischen Wallfahrtskirche St.
Katharinen Arnau.

Evangelische Pfarrkirche zu Arnau
vor 1945. Blick vom Langhaus in den Chorraum.
An den beiden Außenwänden im Langhaus ist der um 1910 restaurierte Heilsspiegel
zu sehen.
Anhand der Befunde vor Ort
konnte nachgewiesen werden, dass der Chor Zwischen 1340-1350 zuerst errichtet und
als eigenständiges Gebäude genutzt wurde. Erst Danach
wurde Mitte des 14. Jahrhundert das Langhaus erbaut.
Die
Wandflächen wurden verputzt, getüncht und erhielten Weihekreuze.
In der Zeit zwischen 1360-1375 wurde die Ausmalung des Langhauses auf dem
gekalkten Ziegelmauerwerk durchgeführt.
Im 16. Jh. wurden
im Zuge der Reformation die Wandmalereien übertüncht.
Ende des 19. Jh. Wurden Malereifragmente unter zahlreichen
Tüncheschichten sichtbar. Zwischen 1908-1912 fanden erste
Restaurierungsarbeiten an der St. Katharinenkirche statt. Bei der Freilegung von
1908-1912 wurden die unterschiedlichen Phasen (Heilsspiegelzyklus und
Weihekreuze) gleichzeitig freigelegt, d.h. die Malschicht des Heilsspiegelzyklus
ist in diesen Bereichen stark reduziert bzw. verloren.
Bei der ersten Restaurierung wurden Putzergänzungen und Kittung von Hacklöchern
und zurückhaltende Retuschen in der figürlichen Malerei und die Rekonstruktion
der Rahmungen des umlaufenden Frieses durchgeführt.
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Quellen:
1. Archivmaterial;
2. Kirchen im Samland, 1987;
3. Kunstgeschichte Ostpreußens, 1932;
4: Aloys Ruppel: Heilsspiegel, Tübingen 1959 |
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weitere Informationen:
Maltechniken: Die Unterschiede
zwischen der Wandmalerei und der Freskomalerei
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