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Der erst 1324 von dem
Dominikanermönch Ludolf von Sachsen in Straßburger geschaffene Heilsspiegel war
ein lateinisches Gedicht, das in 42 Kapiteln die Heilsfragen des Alten und Neuen
Testaments behandelte.
Der Heilsspiegel ist in 45
(42+3) typologische Kapitel eingeteilt.
Die typologische Handschrift
stellt einer textlichen oder bildlichen Schilderung eines Ereignisses aus dem
Neuen Testament in der Regel drei Ereignisse aus dem Alten Testament gegenüber,
daneben auch Darstellungen aus der Profangeschichte und aus der mystischen
Naturgeschichte. Jedes Kapitel enthält auf zwei Seiten einhundert Verse und die
vier Darstellungen. Zwei Malereien erscheinen nebeneinander auf der oberen
Hälfte und die untere Hälfte wird mit Text unterlegt. Bei dieser Anordnung
entstand jeweils ein vollständiges Kapitel mit vier Bildern und dazugehörigen
Text. Die ersten beiden Kapitel weichen von diesem Schema ab. In ihnen wird der
Sündenfall thematisiert.
Der Gesamtumfang des Heilsspiegel beträgt 5122 Zeilen und 192 Bilder.
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