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Geschichte und
Kultur
Kirche in Arnau vor Verfall gerettet
Die Kirche der Heiligen Katharina in Arnau (heute Marjino) soll dieses Jahr von
mehr als 100.000 Touristen besucht werden, so die Erwartung der regionalen Reisebüros.
Der Wiederaufbau dieses Baudenkmals aus dem 13. Jahrhundert begann im Jahr 1999.
(Das im 2. Weltkrieg stark beschädigte Kirchengebäude diente bis in die 90er Jahre
als Getreidespeicher – Anmerkung der KE-Redaktion). Einen großen Beitrag zum Wiederaufbau
der Kirche in Arnau leisteten deutsche Spender, die sich im Kuratorium „Arnau“ gemeinsam
engagieren. Das Kuratorium half das Dach und den Glockenturm der Kirche zu sanieren
bzw. wiederherzustellen.
Vor zwei Jahren war das Baudenkmal Arnau aus dem Föderalbesitz in den regionalen
Besitz überführt worden. Die Region investierte seitdem 2,2 Millionen Rubel oder
umgerechnet 63.000 Euro in den Wiederaufbau der Kirche. Der östliche Teil des Kirchengebäudes
mit der Sakristei wurde komplett erneuert und die Stützpfeiler sowie einige andere
fehlende Teile der Fassade wurden wiederhergestellt. Auch die nördliche Vorhalle
des Kirchenschiffs ist nun vor weiterem Verfall geschützt. Jetzt gilt es, die innere
Ausstattung der Kirche mit ihren einmaligen Wandbildern aufwendig zu restaurieren.
Das Restaurationsprojekt des Moskauer Architekten Alexander Jepifanov, wurde auf
der Leipziger Messe als das beste seiner Art mit einem Preis ausgezeichnet.
Obwohl das Baudenkmal nun vor dem Verfall geschützt ist, wird man in seinen weiteren
Wiederaufbau nach Einschätzung der regionalen Denkmalschutzbehörde mindestens 200
Millionen Rubel oder umgerechnet 5,5 Millionen Euro investieren müssen.
An dem Erhalt der Kirche ist auch das regionale kunsthistorische Museum interessiert,
das in Arnau bereits eine kleine Ausstellung organisiert hat.
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